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Text von Jens ( Kontakt: jensbierstedt89@aol.com )
 
 
Zum Thema Punk:
 
Herkunft des Wortes
 
Das Wort Punk aus dem Englischen taucht erstmals im frühen 16. Jhd. auf und bezeichnete einen Stapel modrigen Holz. Später wurde es eine Bezeichnung für "Abschaum, Dreck". Damit ist eine Person gemeint, die sich nicht den gerade geltenden gesellschaftlichen Normen angepasst hat. Im Musikbereichwurde der Begriff Punk-Rock 1972 von Lenny Kaye eingebracht, dem Gitarristen der Patty Smith Group, in den Erläuterungen einer von ihm veröffentlichten Anthologie des amerikanischen Garagenrock der 1960er Jahre. Der Punk-Veteran Donny the Punk hat erklärt, dass das Wort Punk von einem Slangausdruck für Vergewaltigungen im Gefängnis kommt ("I punked that kid"). Ein Punk ist diesem Zusammenhang das Opfer
 
Geschichte
 
Der Ursprung des modernen Punk liegt in den späten sechziger Jahren des 20. Jhd. Vorreiter dieser Zeit waren die Gruppen the Stooges, MC5 The Sonics und The Velvet Underground. Punk war vorallem in seinen Ausdrucksformen eine Reaktion auf die Hippie-Bewegung. Er wendete sich sowohl gegen den Idealismus als auch gegen die Friede-Freude-Eierkuchen-Esoterik der Hippies. Stattdessen setzte Punk auf offene Ablehnung der Gesellschaft und erteilte hoffnungsvollen Zukunftserwartungen mit dem Slogan :"No Future" eine Absage. Er meinte die Gesellschaft: "There's no future for you!" (Sex Pistols: God Saves The Queen).
 
Analyse zur Entstehung
 
Greil Marcus' Auffassung zufolge ist Punk unweigerlich mit dem Situationismus der 1960er Jahre verknüpft. Diesen Standpunkt wollte auch Malcom McLarern als einer der frühen Hauptprotagonisten, in der Arbeit mit den Sex Pistols (als Mentor dieser Gruppe) gerne als Ausgangspunkt dieser Bewegung ausgeben.
 
Allerdings ist der Situationismus durch politische Ziele des Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus gefärbt. Der Anarchismus bei den frühen Punks wie Steve Jones, Paul Cook und Sid Vicios gleicht einer gewaltsamen diebischen Anomie (im wörtlichen Sinne).
 
Dass zwischen dem Situationismus und dem Punk kaum eine Verbindung besteht, geht auch eindeutig aus dem Buch von Fred und Judy Vermorel hervor. Diese bildt aus heutiger Sicht eine der Zuverlässigsten Quellen der Geschehnisse um die Sex Pistols und den frühen Punkbewegungen Londons, da sie Zeit- und Protagonistennah erstellt wurde. Durch die Autobiographie Jonny Rottens Lydons No Irish, No Blacks, No Dogs von Keith & Kent Zimmerman wird die These, dass die Londoner Punkszene losgelöst vom Situationismus zu betrachten ist, zusätzlich unterstützt.
 
Die Entstehung des Englischen Punks - in den frühen 1970ern - ist aus vielen Gründen sehr speziell und lässt sich im Großen und Ganzen nicht mit der US-amerikanischen Entwicklung vergleichen.
 
Grundlage des englischen Punks war ein in erster Lienie apolitischer Groll auf sämtliche institionuellen Organisationen. Fehlender oder mangelhafter Halt durch die Bildungsinstitutionen und nach dem Verlassen dieser die mangelnden Aussichten (soziale und kulturelle Armut) - bedingt durch das steife englische Klassensystem - überhaupt eine Arbeit zu finden, geschweige denn einen gesellschaftlichen Aufstieg innerhalb dieses Systems, bildeten das Fundament für die punkimmanente Grundeinstellung.
 
Derart ausgeschlossen aus dem Kreise der Geldverdiener, war es den Jugendlichen (die den Hauptteil der Bewegung ausmachte) verwehrt, an den Dingen - die ihr Herz begehrte oder begehren gemacht wurde - wie modische Bekleidung, neue und neueste Musik in allen Formen und im Allgemeinen dem Konsum von Getränken in Gaststätten teilzuhaben.
 
So kann die jugendliche Punkbewegung Londons - wo das Zentrum der Entstehung war - als ein seit dem Anfang der 1970er sich über mehrere Jahre entwickelte spätpubertäre Antihaltung sowohl am polizischen Establishment als auch gegenüber der Kuturindustrie (insbesondere der Musikindustrie) und dem Bürgertum allgemein verstanden werden.
 
Die Alternative hieß Eigenproduktion unter anderem der Bekleidung, wenn auch aus dem Altkleidercontainer, Musik /am Beispiel der Sex Pistols mit geklauten Equipment) und dazugehöriger Vertriebswege und -mittel. So bahnte sich langsam aber sicher eine neue Kultur den Weg an die Oberfläche.
 
Grundsätze waren: Ekstase, Verschwende dich selbst, glaube niemanden, do it yourself, stelle Autoritäten oder Stars in Frage.
 
So waren auch die ersten kreativen und künstlichen Exponate musikalischer, modischer, lyrischer und bildender Künste Ausdrunck dieser naiven apolitischen und jugendlichen revoltierenden Emanzipation, wie auch einige der ersten Musiker an Kunsthochschulen studierten.
 
Parralel zum Entstehen des Punks entwickelte sich zeitgleich die wesentlich radikalere Industrial Culture mit den Vorreitern wie Throbbing, Gristle, Cabaret Voltaire und SPK.
 
Erst die zweite, dritte und vierte Generation politisierte Punk zunehmend.
 
Die Punkbewegung war immer eng mit der gleichnahmigen Msikrichtung verbunden. Punk stellte sich gegen einst als progressiv geltende Bands, die nach Meinung der Bewegung durch rein kommerzielle Strategien in die Hitparaden gepusht wurden und geltende Bands wie Pink Floyd, Genesis oder Led Zeppelin, die sich in immer unglaublicherer Gigantomanie auf LP und Konzert verbreiten. Welches die erste Punkband war, darüber lässt sich streiten. Genannt werden in dem Zusammenhang, oder als Vorläufer, The Velvet Underground, eine Band um Andy Warhol, die die schon in den 1960ern aktiv waren, The Stooges, Iggy Pop, The New York Dolls, MC5, die Ramones und Patti Smith. Alle diese Bands kommen aus den USA. Als amerikanisches Zentrum des Punks gilt der Club CBGB in New York City. Als britischer Vorläufer gelten die frühen Kinks und Bands wie the Troggs. Von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird die langsam entstehende Punkkultur 1976 in England, als die Sex Pistols mit ihren Singels (Anarchy in the UK, und 1977 God saves the Queen) Furore machen. Zeitgleich schießen aber viele andere Bands aus dem Boden, und die Punkbewegung diversifiziert in fast ebensoviele Richtungen, wie Anarcho-Punk, Oi-Punk, Ska-Punk, Fun-Punk, Skate-Punk, und viele mehr. Eine etwas mehr auf den Massengeschmack ausgerichtete Nachfolgebewegung war New Wave. Einen Versuch, den Geist des Punk zu bewahren bildete die Hardcore-Bewegung, die Mitte der 80er Jahre entstand. Als wichtigste Bands seien an dieser Stelle Angnostik Front, Dead Kennedys, Black Flag, Minor Threat und Hüsker Dü erwähnt.
 
Punk war in den 1980ern die dominierende Kultur in den meisten Autonomen Zentren. Die Chaostage in Hannover waren von 1982 bis 1984 ein fester Treffpunkt der Szene. Diese wurden 1994/1995 wiederholt, führten zu bundesweiten Medienberichten und sorgten für ein kleines Revival der Szene.
 
Es gibt gemeinsame Merkmale, die typisch sind für die Punk-Kultur: Punk bringt seine Kritik durch Punkmusik, den Kleiderstil, aber auch Fanzines und eine bestimmte Grafik (Collagen, Xerographien und Comic-Zeichnungen) zum Ausdruck. Punk betont das Hässliche und will provozieren. Er stellt sich gegen die Gewohnheiten, die herrschende Klasse, die Konsumgesellschaft, das Bürgertum und gegen Snobismus. Durch seine strikte Antihaltung und einer Lebensart von "Anarchie und Chaos", wendet er sich gegen das ihm vorgelebte hierarchische Gesellschaftssystem. Manche Punks sehen für sich keine Zukunftsperspektive (Schlagwort: "No Future" auf sich selbst angewendet), somit ist auch die oft körperschädingende Lebensart vieler Punks zu erklären. Es gibt aber auch komplett gegenteilige Tendenzen in der Punk-Szene, wie die Veganer- und Straight Edge-Bewegung!
 
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Text von Merkel das Ferkel
Kontaktierbar: merkeldasferkel@yahoo.de
 

Unheilige Allianz

Black Metal zwischen Heidentum und Neonazismus

Eine neue Variante rechter Jugendkultur gerät ins Blickfeld der Öffentlichkeit: neonazistischer Black Metal. Aus dem eher provokanten Black Metal der 80er Jahre entwickelte sich diese extreme Musikform mit Texten zwischen Satanismus, Heidentum und der Verherrlichung des Nationalsozialismus. Die Protagonisten der Szene stellen ihre propagierte Militanz mit Anschlägen auf Kirchen und Menschen unter Beweis. Längst schon vollzieht sich der Schulterschluß mit ihren "Brüdern im Geiste", den neonazistischen Skinheads. Der Szene-Mainstream des Heavy Metal schweigt sich über diese Entwicklung aus. Einzelne Versuche einer kritischen Distanzierung scheitern an der Unfähigkeit, unmißverständlich Position zu beziehen.

Black Metal, der nicht unbedingt als menschenfreundlich und anti-autoritär bezeichnet werden kann, bietet in seiner Ablehnung der christlichen Heilslehre verschiedene Anknüpfungspunkte für nationalsozialistische bzw. faschistische Ideen. Die sich selbst als NS-Black Metal bezeichnende Szene radikalisiert die gängige Kritik des Genres am Christentum. Nächstenliebe und Mitleid bedeutet für sie Schwäche und wird als Widerspruch zum vermeintlichen Naturgesetz des "Überleben des Stärkeren" interpretiert. Angeknüpft wird dabei an sozialdarwinistische Positionen. Mit Anleihen bei den Weltuntergangsphilosophen der Jahrhundertwende wird der Niedergang der Menschheit konstatiert. Dabei hebt die NS-Black Metal-Szene die nationalsozialistische Rassenpolitik samt Eugenik und Euthanasie als ein adäquates Mittel hervor, um die "Naturgesetze" wieder in Kraft zu setzen. Das Christentum selbst charakterisiert die Szene als judeo-christlich und deutet es als Plan einer (imaginären) jüdischen Weltverschwörung, deren Ziel die Erlangung der absoluten Kontrolle über die Menschheit sei. Die christliche Heilslehre ist in der Interpretation des NS-Black Metal lediglich eine besonders perfide Waffe, um die Menschen "unter das Joch der Nächstenliebe" zu zwingen und sie damit ihres Widerstandspotential zu berauben. Um der "Naturgesetzlichkeit" wieder zu ihrem Recht zu verhelfen, philosophieren einige Bands über den "totalen Krieg". Er sei das geeignete Mittel, das "Mittelmaß" zu vernichten und das Überleben der "Starken" zu sichern.

Pragmatischer scheint die Hinwendung der überwiegenden NS-Black Metal-Bands zu heidnischen bzw. germanischen Mythen und Glaubenslehren, die mit nationalsozialistischen Ideologieelementen angereichert werden. Häufig greifen die Bands auf die Rasselehre des Nationalsozialismus zurück und beziehen sich auf deren antisemitische Propaganda und völkisches Denken. Aber auch die nationalsozialistische Massenvernichtung, die Ermordung der europäischen Juden, die Ermordung von Behinderten und vermeintlich rassefremden Elementen wird honoriert. Im NS-Black Metal wird der Nationalsozialismus als begonnene Renaissance von germanischen Werten und Riten und als Fanal für den Abwehrkampf gegen die "christlich-jüdische Unterdrückung" verklärt.

 

Christian (Varg) Vikernes, Sänger und Initiator des Ein-Mann-Projektes Burzum, ist die Gallionsfigur des NS-Black Metal. Sein Erfolg setzte ein, nachdem er 1993 wegen Mordes an Oystein Aarseth verhaftet wurde. Über die möglichen Motive für den Mord an dem Sänger und Kopf der Kult-Black Metal-Band Mayhem kursieren verschiedene Versionen: Einige berichten, daß zwischen den beiden ein Streit um die Führungsposition in dem von ihnen initiierten satanischen The Black Circle entbrannt war. Andere vermuten, daß die Veröffentlichung einer neuen Burzum- Platte auf Aarseth's Label Death like Silence Records der Ausgangspunkt des Konfliktes war. Vikernes selbst erklärte, er hätte Aarseth wegen dessen angeblich kommunistischer Gesinnung ermordet. Zudem sei Aarseth homosexuell gewesen und damit im Selbstverständnis der NS-Black Metal-Szene als "widernatürlich" zu betrachten.

Nach der Verhaftung fand die Polizei in Vikernes Wohnung über 100 kg Sprengstoff, die für die Sprengung der Nidarosdomen-Kirche gedacht waren. Außerdem entdeckten die Ermittler Hinweise auf seine Beteiligung an Brandstiftungen an mehreren Kirchen und Grabschändungen. Das norwegische Gericht verurteilte ihn zur Höchststrafe für Mord - 21 Jahre.

Vikernes avancierte daraufhin zum Kult-Star des Black Metal - die Szene-Magazine rissen sich um Interviews mit ihm. Die Frage, wie man es mit Burzum hält, wurde auch zur Scheidelinie innerhalb der Black Metal-Szene. Für viele Bands war Vikernes zu weit gegangen, er wurde als Nazi oder Spinner abgestempelt. Aber vor allem bei seinen jugendlichen Fans wurde er zum Helden, denn Vikernes hatte bewiesen, daß er bereit war, seine Worte in Taten umzusetzen.

Wer sich zu Burzum bekannte, bekannte sich meistens auch zu seinen Aussagen. Varg Vikernes hatte immer deutlich gemacht, daß gerade sein ideologischer Hintergrund ihn zu dieser Musik inspirierte. Allerdings weist Vikernes den Vorwurf weit von sich, Nationalsozialist zu sein - er sieht sich als Opfer. Das Sounds of Death Magazin befragte ihn zu seinen Ansichten: "Die Anschuldigungen wegen deines nationalsozialistischen Glaubens sind reichlich. Was ist die Wahrheit dahinter, Varg?" Varg Vikernes: "Vorurteile. Die Juden verleiten die Welt dazu, an die Holocaust-Lüge zu glauben, und immer dann, wenn ein blonder, großer, stolzer Nordmann mit himmel-blauen Augen, wie ich, irgendetwas Negatives sagt über die Seuche namens Judeo-Christentum und dessen Wurzeln, den Juden, wird er automatisch als ,Nazi` abgestempelt. Ich bin nicht unbedingt ein Nationalsozialist, nur weil ich erkannt habe, daß die Holocaustgeschichte nichts anderes als eine große Lüge ist, und weil ich das Wissen besitze, daß die Juden die Wurzeln des judeo-christlichen Dornenbusches sind. Greif den Busch an, und du wirst verletzt, greif die Wurzeln an, und der Busch wird sterben. Das ist kein Rassismus, das ist rassische Überlebenskunst. Es geht um das Überleben der einzig wahren Rasse. Der Grund, warum ich als ein ,Nazi` beschimpft werde, ist daher in den vielen Lügen der Juden und den sich daraus ergebenden Vorurteilen der Welt zu finden. ERWACHE!!!" (1)

Seine politische Heimat hat Christian Varg Vikernes in der von ihm begründeten Norsk Hedensk Front gefunden, die die norwegische Sektion des ebenfalls von ihm initiierten internationalen Netzwerkes der Allgermanischen Heidnischen Front (ADF) bildet. Im politischen Selbstverständnis der "Heiden" offenbart sich deren neonazistischer Charakter:

"Die Allgermanische Heidnische Front ist eine neuheidnische und völkische Bewegung mit dem Hauptziel der Existenzsicherung für alle germanischen Völker. Wir betrachten das Christentum als einen ,Schwächeanfall` der germanischen Völker, weil die christlichen Grundlagen so beschaffen sind, daß Schwäche glorifiziert und Stärke negiert wird. Daraus resultiert ein selbstzerstörerischer Blickwinkel auf die Welt, welche somit auf vielfältige Art und Weise ruiniert wird, denn jede Nation, die sich an der christlichen Krankheit angesteckt hat, trägt zur allgemeinen spirituellen Zersetzung unter diesen Völkern bei. Die germanischen Völker leiden seit Jahrhunderten an dieser Krankheit, und die einzig verfügbare Medizin dagegen ist die Religion und Philosophie des Asatru/Wotanismus; denn nur in unserem uralten, nordeuropäischen Glauben schlummert die wahre Stärke für unsere Völker und wartet darauf, neu erweckt zu werden. Diese Stärke ist es, die Stärke, welche wir zum Überleben brauchen, welche durch die Allgermanische Heidnische Front wiederbelebt werden soll." (2) Auch in Deutschland ist eine Gruppe der Allgermanischen Heidnischen Front aktiv. Sie ist unter der Adresse des Musikversandes Darker Than Black in Erfurt zu erreichen. Auf ihrer Homepage befindet sich der Text von Adolf Hitlers "Mein Kampf". Von dort läßt sich das Werk - bezeichnet als "geistige Quelle der Bewegung" - auch auf den heimischen PC herunterladen.

Furores Teutonici

Wegweiser für die NS-Black Metal-Szene in Deutschland ist der 1998 erstellte Szene Almanach (3), der zeitweilig als online-Version im Internet zur Verfügung stand und als gedruckte Broschüre noch heute in der Szene kursiert. Die Intention des Herausgebers Pascal Schubert war es, einen umfassenden Überblick über die Szene zu geben. Neueinsteigern wird vermittelt, welche Bedeutung Black Metal in Deutschland seiner Ansicht nach hat, für Szenekenner soll es ein interessanter Überblick sein. Black Metal-Bands werden anhand eines Fragenkataloges vorgestellt, der nach der Entstehungsgeschichte, musikalischen Bezügen, sowie der Verbundenheit zur Szene, zur Heimat ("Vaterland") und Natur fragt. Die Musiker antworten ungeniert und übertreffen sich gegenseitig mit antisemitischer und neonazistischer Propaganda. So stellt sich die Band Barad Dûr aus Erfurt ein ideales Leben wie folgt vor: "Es würde keine andere Rasse als die weiße geben. Teile anderer Rassen wären (Fehler im Original) in Zoos als Schauobjekte gehalten und bei Verlust nachgezüchtet. Zur Erinnerung, was für ekelige Sachen sich mal frei bewegen durften."

Fanzines wie Germanenmacht (Bergisch Gladbach), Darkness (Düsseldorf), Leichenkuß (Duisburg) oder Asgardsrei (Erfurt), das in Aufmachung und Inhalt dem mittlerweile eingestellten Szene-Kultmagazin Filosofem nachempfunden ist, sind Kommunikationsmittel der NS-Black Metal-Szene. Die Magazine bieten eine Mischung aus Szene-Informationen und Berichten, die das "Dritte Reich" glorifizieren und den Holocaust leugnen. Wesentliche Bestandteile sind außerdem Einführungen in die heidnische Ideenwelt und in ihre Riten sowie die Vorstellung von neonazistischen Gruppen aus diesem Spektrum (z.B. Allgermanische Heidnische Front oder World Church of the Creator (USA)). Aufgrund ihrer offensichtlichen nationalsozialistischen Bezüge und der Verwendung von NS-Symbolen werden sie teilweise verdeckt vertrieben.

 

Kern des NS-Black Metal sind wie überall ambitionierte Personen, Cliquen oder auch Gruppen, die versuchen, die Szene voranzutreiben - so etwa ***** *******, Herausgeberin des oben genannten Fanzines Darkness. Sie ist außerdem Mitbegründerin des Arischen Black Metal Forum (ABMF), das sich an jene Black Metaller richtet, "die sich ihrer arischen Identität bewußt sind". Mit dem ABMF soll via Newsletter ein Diskussionsforum über Themen initiiert werden, die für "intelligente Rechte innerhalb der Szene" von Interesse sein könnten: "Black Metal und Heidentum, der Ruhm des 3. Reichs ..." (4).

Thüringer Untergrund

Thüringen ist das geistige Zentrum der am Nationalsozialismus orientierten Black Metal-Szene in Deutschland. Protegiert wird die Szene durch die Arbeit von Hendrik (Wolf) Möbius, dem Sänger der NS-Black Metal-Band Absurd, die Anfang 1992 gegründet wurde. Berühmtberüchtigt wurde die Band wegen des Mordes an ihrem Schulkameraden Sandro Beyer. Das Verbrechen kommentierte Möbius im Szene Almanach 1998: "Nun, am 29.4.93 entschlossen wir uns, dem Leben eines lebensunwerten Geschöpfes ein Ende zu setzen. So ist es geschehen ..." (5). Möbius und der Rest der Gruppe wurden zu acht bzw. sechs Jahren Jugendstrafe verurteilt. (6). Nachdem Möbius Anfang 1998 aus dem Gefängnis entlassen wurde, setzte er seine "Arbeit" umgehend fort: Die Band wurde wiederbelebt und der Musikversand und das Plattenlabel Darker than Black (DTB) gegründet. (7) Nach wie vor ist Black Metal für ihn unlösbar mit der nationalsozialistischen Ideologie verbunden, wie ein Interview mit dem Fanzine Stormblast zeigt.

Stormblast: "Black Metal kann als ein weit entferntes Widerhallen der Klagelieder der gefallenen Engel aus den Tiefen von Satans düsterem Gefängnis gesehen werden. Jedoch vermischt eine zunehmende Anzahl von Bands die authentische Black Metal Sache mit ihren politischen Vorlieben/Rasse/Reinheit und Nazi Ideologie. Denkst Du, daß diese Sachen wirklich etwas mit Black Metal zu tun haben?" Absurd: "Aber natürlich! Black Metal ist keine normale Musik oder eine andere Form des Heavy Metal, es ist hörbare Ideologie verbunden mit Philosophie! Black Metal bedeutet als erstes Extremismus, nichts kann zu extrem sein, wenn man mit Black Metal verbunden sein will. Für mich persönlich ist der deutsche Nationalsozialismus die vollkommendste (und einzig realistische!) Synthese aus satanischem/luziferischen Willen zur Macht, dem elitären Sozialdarwinismus verbunden mit arisch-germanischem Heidentum. Ich heiße jede Black Metal Band willkommen, die sich dem NS-Flügel in unserer Black Metal Bewegung anschließen will. Für jene, die meinen Standpunkt nicht verstehen wollen/können, kann ich nur erklären: WIR SIND DIE MACHT! Sie werden das sicherlich verstehen, früher oder später ..." (8).

Möbius war es auch, der die deutsche Sektion der Allgermanischen Heidnischen Front gründete, für die er nicht nur in Black Metal-Kreisen wirbt, sondern auch in der NS-Skinhead-Szene. Eine erste Vorstellung der AHF erfolgte in dem Skinhead Magazin Blood & Honour Deutschland (9) im vergangenen Jahr, die ihre Wirkung gezeigt haben muß - seine Kontakte in die NS-Skinhead Szene sind bisher gut gediehen: In der aktuellen Ausgabe des Skinhead-Fanzine Freya aus Neubrandenburg berichtet er von einer Fahrt mit Kameraden zu den Extersteinen am 31.10.1998: "Erst einmal wurde eine zünftige Fotosession mit wunderschönen Fahnen etc. am Fuß der Extersteine abgehalten, die jedem Staatsschützer die Freudentränen in die Augen getrieben hätte. Dann erklommen wir einen Felsen und nahmen auf der Plattform unsere gemeinsame rituelle Feierstunde vor." (10) Zur Zeit sitzt Möbius erneut auf der Anklagebank. Auf einem Konzert in Behringen am 26.09.1998 zeigte er "Kennzeichen verbotener Organisationen" (§86a StGB). Sein Rechtsanwalt ist Peter Stöckicht aus Rostock, der unter anderem auch als Anwalt für die NPD fungiert. Möbius und seine Band Absurd können als deutsches Gegenstück zu Vikernes und seiner Gruppe Burzum gesehen werden. Ihr Ruf in der Szene basiert auf den begangenen Morden, die ihre Anhänger als Zeugnis besonderer Glaubwürdigkeit begreifen.

Im Angebot von Darker Than Black Records befinden sich nur Tonträger oder Fanzines des NS-Black Metal. Die vertretenen Bands scheinen laut Werbetexten ihren Idolen kaum nachzustehen: Winterschlacht: "Extrem schwer erhältliches Teil, besonders nachdem der Macher dieser Band (Mord Vollstrecker) auf der Flucht vor den Z.O.G.lingen (11) untertauchen mußte.", Mjölnir (Köln): "Dieses Album macht Dich rasend ... TÖTEN FÜR WOTAN!!!", Aryan Blood (Stockstadt): "Eine weitere musikalische Zyklon-B-Dusche ...!" und Galgenberg (Polen): "Ein verdammt geniales B.M. Demo aus den ostdeutschen Gauen!". Der Sampler The Night & the Fog - A Tribute to the NS Black Metal Underground, auf dem alle namhaften Bands der Szene vertreten sind, markiert die internationale Dimension. Diese Zusammenstellung ist Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen DTB, Dungeons of Darkness (USA) und den Moribund Records (USA). Als namhafte Band aus Deutschland ist Absurd auf der CD vertreten. Der Vertrieb in Deutschland erfolgt im übrigen über DTB. (12)

Eine besondere Rolle für die NS-Black Metal-Szene kommt dem Plattenlabel No Colours aus Borna (Sachsen) zu. No Colours verfügt in der Metal-Szene über eine breite Akzeptanz, die einerseits aus deren reichhaltigem Angebot an extremen Black Metal-CDs und ihrem Engagement als Label resultiert, aber wohl auch auf ihre Zurückhaltung hinsichtlich politischer Aussagen in der Öffentlichkeit zurückzuführen ist. Daß No Colours ebenso zur NS-Black Metal-Szene gehören wie DTB, mit denen sie gemeinsam eine Domain im Internet betreiben, dokumentieren die Bands, die bei ihnen unter Vertrag sind. Die Vorzeigeband des Labels ist die antisemitische polnische Band Graveland - neben Absurd und Burzum die wichtigste Band des NS-Black Metal. Aber auch die NS-Black Metal-Bands Nagaroth, Absurd und Falkenbach veröffentlichen bei No Colours.

No Colours ist vor allem deshalb von Bedeutung, weil es den Bands eine Verbreitung über den Rand der eigenen Szene hinaus ermöglicht. Werbeanzeigen und Tonträgerrezensionen des Labels sind breit gestreut und auch in Publikationen vertreten, die aufgrund der Auflagenhöhe bereits den Sprung in die Bahnhofskioske geschafft haben - so zum Beispiel die Zeitschriften Ablaze und Legacy (Deftone-Nachfolgeprojekt, Startauflage 15.000). Beide Zeitungen verstehen sich eher als unpolitisch und fühlen sich lediglich der Musik verpflichtet. Was das in einem solchen Fall heißt, bleibt fragwürdig.

 

 

 

 

"Szeneübergreifende Einheitsfront"

Varg Vikerness, Burzum und seine ideologischen Phrasen sind der Auslöser für das Interesse von neonazistischen Skinheads für den Black Metal. In der sechsten Ausgabe des deutschen Blood & Honour Magazin aus Berlin wurde ein zweiseitiges Interview mit Vikernes abgedruckt und für Sympathie und Unterstützung bei den Skinheads geworben. Auch Rock Nord aus Langenfeld wartete bereits mit einem Artikel zu Burzum auf. Das Interesse der Nazi-Skinheads bewegt sich zur Zeit überwiegend noch auf der Ebene von Werbung für die Musik und die Szene der anderen. Konkrete Zusammenarbeit ist aber im Entstehen.

Eine erste relevante Kooperation entstand zwischen Möbius (DTB) und Mirco Hesse (Hate Records). Hesse ist Skinhead, führendes Mitglied der Hammerskins Sachsen und Herausgeber des Nazi-Skinhead-Fanzine Hass Attacke. Seit mittlerweile zwei Jahren betreibt er das Plattenlabel Hate Records in Neustadt (Sachsen), auf dem er Bands verlegt, die nicht dem klassischen RechtsRock entsprechen. Mit der 1998 veröffentlichten Single Eine Nacht auf der Wewelsburg der Band Voice of Blood war er in Deutschland einer der ersten, die im Bereich des RechtsRock das Repertoire auch für andere Musikrichtungen öffneten - in diesem Fall für eine Dark Metal Band. Es folgten weitere Veröffentlichungen vor allem ausländischer Bands, die musikalisch eher dem Hardcore-Genre zuzurechnen sind. Verbindendes Element ist die gemeinsame politische Gesinnung.

Aus der ersten Zusammenarbeit zwischen DTB und Hate Records ging die Veröffentlichung der CD Hinweg über die Tore der Zeit der Kölner NS-Black Metal-Band Mjölnir hervor. Die Zusammenarbeit funktioniert scheinbar prächtig. Seit neustem fungiert DTB als offizielles Sublabel von Hate Records: "Dadurch kann man unsere Produkte zwar noch immer nicht im MÜLLER-Markt kaufen, aber dieses Bündnis ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Szeneübergreifenden (Fehler im Original) Einheitsfront gegen Trend und Kommerz" (13), so das Statement dazu.

Die politische Gesinnung, der Bezug auf Heidentum bzw. Germanentum und Nationalsozialismus sind die verbindenden Elemente, die die beiden im Grunde sehr unterschiedlichen Jugendszenen zueinander bringen. Das Fanzine Der Kreuzritter der neonazistischen Skinheadszene Franken hat mit der dritten Ausgabe seinen Mitarbeiterstamm um zwei Black Metaller vergrößert, die ein Heft im Heft unter dem Namen Blutaar gestalten. Zielsetzung ist, so das Vorwort, "den Zusammenhalt zwischen BM und NS zu fördern."

NS-Black Metal ist "in" bei rechten Skinheads. Im neuen Moin, Moin aus Leer wird ein Interview mit Burzum geführt, die aktuelle Rock Nord wartet mit einem Interview mit Barad Dûr auf, beim Plattenversand Ohrwurm Records ist Graveland der neue Tip, und durchgängig werden in der Rubrik "Plattenrezensionen" der rechten Skinhead Fanzines die Tonträger des NS-Black Metal-Unterground lobend besprochen.

 

Aber scheinbar kündet auch aus dem Darkwave-Genre erstes Interesse. In einem Interview gibt Möbius an, daß das Lied Sonnenritter auf der im Erscheinen begriffenen Mini-CD Asgardsrei von zwei Musikern aus der Darkwave Szene stammt. Sie haben es komponiert und miteingespielt. "Einer dieser Musiker wurde recht bekannt durch die Affäre seines Rauswurfs aus einer Band, welche bei SONY MUSIC unter Vertrag steht. Wir kennen ihn schon seit längerer Zeit und finden an seinem Schaffen immer wieder Gefallen." (14) Die Rede ist von Josef Klumb und der Band Weissglut. Klumb ist in der Öffentlichkeit kein Unbekannter, gilt er doch als Vertreter der rechten Darkwave-Szene mit guten Kontakten zu dem als rechtsextrem einzustufenden Werner Symanek und dessen Verlag und Plattenlabel Verlag und Agentur Werner Symanek (VAWS). (15)

Black Metal Musik ist ein etablierter Bestandteil des Heavy Metal, die Bands des Genres verfügen teilweise über Verkaufszahlen, die weit über 10.000 Exemplaren liegen. Die Bands des NS-Black Metal gehören wohl eher nicht zu diesen Verkaufsschlagern - mit Ausnahme von Burzum und Graveland. Eine Reflexion über den NS-Kult innerhalb der Black Metal-Szene findet allerdings kaum oder gar nicht statt. Dabei kann der NS-Black Metal als ein weiteres Segment einer sich verbreiternden rechten Jugendkultur gesehen werden, die schon lange die Stupidität der sich ständig wiederholenden Skinhead Rock-Platten hinter sich gelassen hat. Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen beiden Szenen schreitet voran. Der NS-Black Metal ist dabei eine zahlenmäßig vielleicht eher kleine Stilrichtung. Seine Szene ist aber aufgrund ihres extremen Auftretens und der verübten und verherrlichten Morde und Brandstiftungen besonders gefährlich.

Fehlende Reflexion

Die großen Metal-Magazine wie Metal Hammer oder Rock Hard schweigen diese Thematik meistens tot. Andere Zeitungen wie Ablaze oder Legacy verbergen sich hinter einer unpolitischen bzw. pseudokritischen Attitüde und protegieren die Bands gleichzeitig. In der jüngsten Ausgabe des Legacy wird ein zweiseitiges Interview mit der antisemitischen polnischen Black Metal-Band Graveland unter der Überschrift "Polnischer Stolz" geführt. Eingeleitet wird es mit den Worten: "Die Meinungen zu dieser Band reichen von absoluter Ablehnung bis hin zu uneingeschränkter Sympathie. Ich persönlich mochte ihre Musik schon immer. [...] Vorab die Erklärung, daß ich einige seiner Ansichten ablehne, jedoch offen bin für die Diskussion kontroverser Ansichten. [...] Bildet Euch also Eure eigene Meinung!" (16) Es folgt ein Konglomerat von rassistischen Ideen und angedeuteten NS-Ideologie-Fragmenten, denen der Interviewer versucht, "kritisch" zu begegnen. Zum Ende führt er sich selbst allerdings ad absurdum, wenn er schreibt, daß er Ideologie und Musik trennen könne. Denn gerade auf diesen Zusammenhang baut der NS-Black Metal auf: Ideologie ist originärer Bestandteil der Texte, die nun mal Teil der Musik sind.

Neonazistische Musik erhält somit ihren ersten Einzug in etablierte Szene-Zeitungen, die über jeden Verdacht erhaben schienen. Die musikbegeisterten Leser dieser Zeitungen konnten sich beim Graveland Konzert am 30.10.1999 in Ostdeutschland wohl wundern, wer da alles neben ihnen steht. Organisiert wurde es von DTB und Hate Records. Die Veranstalter waren wohl Garant dafür, daß es eine Veranstaltung für die deutsche Neonazi-Szene wird - egal ob Skinhead oder Metaller!

 
Artikel von Philip:
 
Wir befinden uns in einer Diktatur. In der Diktatur des Geldes.
In dieser Art von Diktatur ist es nur schwer die Mörder, Diebe und u.a.
Verbrecher ausfindig zu machen, da sie vom Mantel des Geldes geschützt
und gedeckt werden. Das macht es schwer Korruption, Bestechung und
illegalen Geldfluss auf ein Minimalmaß einzudämmen.
Sogenannte Demokraten (wie sie sich in Amerika ja nennen obwohl sie
nicht weiter als machthungrige Faschisten sind) verstehen es die Macht des
Geldes für sich auszunutzen und in Gottes Namen in den allgegenwärtigen
Krieg zu ziehen.
Der allgegewärtige Krieg ist nicht nur der den wir jetzt bald erleben
werden, sondern es ist auch der Krieg gegen die eigene Bevölkerung.
Tag für Tag verhungern auf Amerikas Straßen Menschen, werden obdachlos
oder durch andere Gründe an den Rand der Gesellschaft gedrängt, und
keinen interessiert es. Wir bewegen uns wieder zurück in die Zeit der
Klassengesellschaft und der Trennung zwischen Arm und Reich. Ist man erst
einmal abgrutscht fällt es sehr schwer sich wieder in das System
einzugliedern. Es gelingt nur sehr selten und ist fast uunmöglich.
Die Demokratie ist keine Staatsform für Jederman solange sie an das
Kapital gebunden ist und sich davon abhängig macht. Auf Kurz oder Lang
kann man nur hoffen, daß das die Menschen aller Länder einsehen werden und
für ein friedliches miteinander kämpfen.

Krieg ist allgegenwärtig - auch in Deutschland. Es ist nur eine Frage
der Zeit, das sich auch in Deutschland ähnliche Bedingungen wie in den
Vereinigten Staaten einstellen werden. Das gilt es zu verhindern.

Linke Aktivisten auf die Barikaden


Für den folgenden Text ist Ludmilla verantwortlich! Sie ist kontaktierbar unter bka@inbox.ru !

Deutschland in Frühling!

Kein schönes Land zu dieser Zeit! Ist es der Frühlingsanfang, den überraschend strahlend und mild zu nennen erlaubt sein muss, der mich zu solch lyrischen Formulierungen treibt? Schauen wir in unsere Straßencafes und Biergärten, so fällt auf: Das Volk ergötzt sich. Der kleine Mann hat seinen von der Sprache zugewiesenen Platz auf der Straße verlassen und blinzelt bei Cappuccino, Weißbier und Prosecco in die wärmenden Sonnenstrahlen. Der Beobachter konstantiert. Er fühlt sich wohl. Es geht ihm gut. Doch anderseits: 5 Millionen Arbeitslose, 300 Billionen Staatsschulden,
die Industrie an Boden zerstört- Grund zur Sorge gäbe es genug. Es gibt also einen
Unterschied zwischen Elendsszenarien in den Medien und tatsächlicher Befindlichkeit
festzuhalten. Offiziellen Mitteilungen zu folge scheint unser Land kurz davor zu
sein, sich als sympatisches Drittweltland zu präsentieren, die eigenen Augen
jedoch melden anderes: kilometerlange Staus auf unseren morgendlichen Autobahnen mit
nagelneuen Autos, knallvolle Spitzenrestaurants und die bekannt lange Wartezeit auf den Handwerker. Angeblich geht es auch der Tourismusbranche schlecht. Wie kommt es
dann, dass der freundliche Herr im Reisebüro immer noch "die zwei letzten Plätze" im Flugzeug erwischt hat? Zeit für eine Zwischenbilanz. Dem Deutschen geht es schlecht, aber merkt es nicht! Oder will er es nicht wahrhaben? Muss die Welt sich auf den neuen germanischen Typus einstellen? Den Deutschen der sich mag? Ständig hören wir, Kauflust und Wirtschaftsdynamik seien gedämpft. Na und? Laufen wir eben in alten, leicht verschlissenen Klamotten rum. Hat sowieso mehr Stil. Alles eine Frage der Bezeichnung. Die Couch ist eben nicht mehr gammelig und versifft, sondern krigt Patina. Warum also etwas für die Wirtschaft tun? Tun wir lieber etwas für uns selbst. Langsamer essen, besser verdauen. "Schenke das Abendessen deinem Feind", weiß ein- selbstverständlich
altes chinesisches Sprichwort. Wer sich abends die Plautze voll haut, schläft schlecht uns ärgert sich morgens über die T-Aktie. Auf Dauer droht bei solcher Lebensweise ein medizinisch so bezeichneter Kotbauch, das Gesicht tritt ins Quellungsstadium, im
Endstadium sitzt man in Talk- shows uns äußert sich zum Irak. Das kann auf Dauer nicht gesund sein. Gehen wir lieber an der frischen Luft spazieren, machen leiche Gymnastik und trinken schon mittags deutschen Riesling,...
Zur geistigen Erbauung sei das erfinden neuer chinesischer Sprichwörter
empfohlen: "Sei wie der Tiger, wenn im Dorf das Licht angeht" oder "Keine Schlange
verlässt das Schiff, wenn das Reh schläft". Regt zum Nachdenken an und entspannt.

[Ludmilla Hlibka
http://www.hlibka.de.vu ]

Der folgende Text wurde von Marcel Schmucker verfasst. Er ist für diesen verantwortlich. Kontaktierbar unter Silent.cs@gmx.de

Deutschland...

Deutschland ist ein Land das man als Vorbild nehmen sollte. Sie haben
aus nix wieder ne wirtschaftsmacht gemacht. das bekomm ich immer zu hören
wenn ich sage ich bin NICHT stolz ein deutscher zu sein. Deutschland ist selber
schuld das sie in diese Situatuion gekommen ist... FUCK OFF ich KOTZE auf die
National hymne. wie kann ich auf ein land stolz sein die jahr für jahr
menschen getötet, gefolltert und missbraucht hat. Darauf bekamm ich wieder die
Antwort aba da war doch Hitler dran schuld... dann frag ich euch mal - wenn
HItler daran alleine schuld war warum standen dann tausend leutz auf und
schrien SIEG H*** wenn HItler in den Saal kam?? Ja die mussten das so machen kalr
mussten sie das aba das haben sie sich selber so rausgesucht. ICh bin auch
nicht stolz drauf das es heute ncoh solche faschisten wie Stoiber im Bundestag
gibt.Ausländer raus, was Für ein gelabber ihr polit wichser habt doch sie
den 50 iger 60 iger 70 iger Jahren geholt damit die für euch Kapitalisten knechten.
Ich bin nicht für Gewalt aba es muss was unternommen werden...



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